Durch den Dreck

Im deutschen Straßenverkehr sind Quads doch immer noch recht selten anzutreffen.

Die vierrädrigen Spezial-Fahrzeuge sind durch ihre Bauart auch eher etwas für Dreck, Matsch und schwieriges Gelände.

Aber, wie bei so ziemlich jedem motorisierten, fahrbaren Untersatz, kann man gegeneinander antreten und Wettkämpfe fahren.

Natürlich auch mit Quads und natürlich auch durch Dreck, Matsch und schwieriges Gelände.

Franz-Josef Schneider, Filialleiter bei Detlev Louis Regensburg, einem bekannten Händler für Motorrad und Motorsport Bedarf, ist Wera und Tool Rebels Fan durch und durch.

„Wenn ich mich jetzt am Finger schneide, würde es Wera grün bluten.“

Nach 12 Jahren Tätigkeit bei der Bundeswehr, heuerte er 2008 als Verkäufer bei Louis an und arbeitete sich nach oben, mit dem Ziel, irgendwann einen eigenen Laden zu leiten. Vier Jahre später wurde sein Ziel Realität und seit dem leitet er die Detlev Louis Filiale in Regensburg.

Das allein macht ihn jedoch nicht zum Tool Rebel.

Schon immer war der Bezug zum Motorsport gegeben. Als leidenschaftlicher Motorradfahrer fiel es ihm nicht leicht, nach einem schweren Unfall im Jahre 2000 die Motorradhandschuhe an den Nagel zu hängen. Als sich wenige Jahre später die Gelegenheit ergab bei einer Probefahrt eines lokalen Motorradhändlers ein Trike und später auch ein Quad Probe zu fahren, war die Leidenschaft direkt wieder geweckt.

„Irgendwie lag mir das von Anfang an auf 4 Rädern zu fahren.“

Es dauerte nicht lange, bis eine 200 Yamaha Blaster in der Garage stand. Ein Zweitakt-Monster, das jedoch schnell den Wunsch nach Mehr aufkommen ließ.

Um auch Rennen fahren zu können und konkurrenzfähig zu sein, musste etwas Stärkeres, Größeres her. Es folgen diverse motorisierte Vierräder, bis zum momentanen Spitzenmodell CAN AM Renegade 1000 XXC.

Diese, in der ATV-Sparte eingruppiertem Vehikel, brachten ihn nun endgültig zum Rennsport.

Die Investition in ein schnelleres Fahrzeug zahlte sich aus, so dass er in den Jahre 2013  und 2014 Deutscher Meister im Quadsport wurde.

Nachdem der Meistertitel 2015 leider nicht verteidigt werden konnte, geht es 2016 mit neuem Elan und Enthusiasmus an den Start um sich den Titel zurück zu erobern!

Ähnlich, wie in anderen Motorsportarten, erzählt Franz Josef von einer familiären Umgebung, sowohl vor, während und nach den Rennen. Es herrscht eine tiefe Kameradschaft und Zusammenhalt, nicht nur zwischen den Teamkollegen, sondern auch zwischen Gegnern.

Wie überall spielt auch hier das Geld eine große Rolle.

Der Quadsport ist, anders als in den USA, in Deutschland nicht bekannt genug, um viele Sponsoren anzuziehen.

Die Fahrer sind meist auf sich alleine gestellt. Quads, Ersatzteile und Startgebühren müssen in den meisten Fällen selbst getragen werden. Besonders Nachwuchsfahrer haben damit ihre Probleme, so tief in die Tasche greifen zu müssen.

„Ich bin ein Mensch, der anpackt und sich kümmert.“

Als die Leidenschaft zum Quadsport 2004 begann, gründete er den ersten Quadclub in Regensburg und leitete diesen bis 2014.

Folge davon war der Aufbau eines eigenen Rennstalls, um auch andere Fahrer und besonders Nachwuchstalente zu unterstützen und zu fördern.

Beim MADHEAD Racing Team befinden sich momentan 5 aktive Fahrer unter Vertrag, die für das Team in den verschiedensten Rennserien an den Start gehen. Hier fallen Namen wie German Offroad Mastern, Endurance Master, Quad Offroad Challenge und German Cross Country.

“Ich wünsche mir für die Saison 2016 weitere Erfolge meiner Fahrer, aber vor allem unfallfreie, materialschonende Rennen.“

Für uns ist Franz Josef ein echter Tool Rebel, nicht nur, weil er für Wera brennt und werkzeugverrückt ist, er gibt aufstrebenden Talenten die Möglichkeit ihrem Hobby nachzugehen und Quad zu fahren.

Für die kommende Saison wünschen wir Ihm alles Gute!

Mehr zum Madhead Racing Team gibt es hier.